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Lippenblütler (Teil 2)

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Diese Pflanzenfamilie fällt durch vierkantige Stengel und kreuzgegenständig angeordnete Bläter auf. Die Blüten sind zygomorph, haben also nur eine Symetrieebene. Den Sitz der Lippe verdeutlicht die nachfolgende Abbildung
                                          ©lernhelfer.de
Dazugehörige Gattungen sind Taubnessel, Salbei, Andorn, Baslikum, Betonie, Braunelle, Gundermann, Thymian, Günsel und weitere.
Hier eine kleine Auswahl eigener Fotos:                                                                                                            



Von oben nach unten sehen wir die Blüten zweier Taubnesselarten, 
Videos mit weiteren Erläuterungen finden sich auf der folgenden Seite
Weitere Fotos von mir werde ich kurz nach ihrer Entstehung hier veröffentlichen.Das nächste Mal wird es um die Rauhblattgewächse gehen.

Lebensräume und sie prägende Pflanzentypen

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Wer mit offenen Augen durch die Gegend zieht und dabei auch in den Bereich außerhalb von Städten und Dörfern kommt merkt sehr schnell das manchmal Bäume, anderswo Sträucher, Gräser, Kräuter o.a. dominieren. Mit der entprechenden Artenkenntnis lässt sich das noch weiter differenzieren, doch soweit wollen wir heute nicht gehen.
Die folgende Überzicht listet die wichtigsten zentaleuropäischen Formationen (oberste Kategorie der Pflanzengesellschaften) auf.

Laubwald:
Im Hainich ist die Rotbuche vorherrschend, in anderen Regionen werden Laubwälder z.B. von Stiel- oder Traubeneiche, Erle, Esche, Ahornarten, Linden... oder Kombinationen der genannten aufgebaut. Dazu kommen ±gut erkennbare Strauch-, Kraut- und Moosschichten. Auch die Algen an Baumstämmen, auf Steinen oder in Wasseransammlungen sollen nicht unerwähnt bleiben.   Nadelwald:  Außer dieser Art, die natürlicherweise in Höhen über 700m siedelt, ist vor allem die Kiefer an trockneren oder nässeren Standorten waldbildend. Lärche in Ko…

Schmetterlingsblütler

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Die Vertreter dieser Pflanzenfamilie haben in der Regel geteilte, meistens gefiederte Laubblätter. Die Kronenblätter der Blüte sind so gestaltet und angeordnet, daß man schon mit wenig Phantasie einen Schmetterling erahnen kann.
©steinundkraut.de

Noch deutlicher wird das, wenn der gedachte Schmetterling, wie hier beim Beispiel der Besenginsterblüte
seine Flügel (bei der Pflanze sind oben die Fahne und unten die beiden zum Schiffchen verwachsenen Kronenblätter zu sehen.

Einige Arten dieser Familie, zu der Bäume, Sträucher und krautige Arten gehören, haben Bedeutung für die menschliche Ernährung, andere „nur" einen Zierwert oder Bedeutung als typiche Gewächse bestimmter Lebensräume. Auf solche Einzelheiten werde ich vielleicht später eingehen. Hier nur noch ein paar Bildbeispiele von der CD 'Schmeil·Fitschen Flora von Deutschland', die ich auch auf meiner Website 'DVD Vogtlandflora' verwende.

                                           Echter Steinklee
              …
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Kurze Auffrischung aus dem Biologieunterricht. Lebewesen, also auch Pflanzen bestehen aus Zellen. Zellen bilden Gewebe von denen eins oder mehrere an jedem Organ beteiligt sind. Die Organe interagieren ±miteinander und machen so den lebenden Organismus erkennbar.
Später lernt man noch mehr über den Bau der Zelle, Lebensvorgänge wie Photosynthese und auch ein wenig Genetik, deren Erkenntnisse die Systematik in den letzen Jahrzehnten „durcheinander gebracht haben" und noch immer bringen (können).

Für den Alltag, speziell von Hobby- und Freizeitbotanikern, sind gut sichtare, äußere Merkmale zum Erkennen von Arten (oder wenigstes Gattungen, bzw. Familien) wichtiger.

Die Familie der Lippenblütler, mit der wir beginnen wollen, hat 4-kantige Stengel an denen die Blätter kreuzgegenständig angeordnet sind. Zu ihnen gehören Taubnessel, Gamander, Günsel, Hohlzahn und zahlreiche weitere.

Gefleckte Taubnessel Bunter Hohlzahn

Lavendel mit Kleinem Kohlweißling
Mehr über die gezeigten Pflanzen e…

Pflanzen nach der äußeren Erscheinung einteilen

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Die abgebildeten Pflanzen stehen für unterschiedliche Lebensformen. Algen und Moose sind sogenannte Thallophyten (deutsch: Lagerpflanzen) wobei die Moose zu den Kormophyten (Sproßpflanzen) überleiten, zu denen auch Kräuter, Sträucher und Bäume gehören. Auch wenn es zahlreiche unklare Fälle gibt, kann man meistens eine erste grobe Zuordnung vornehmen und nach weiteren Merkmalen suchen, auf die ich in weiteren Beiträgen eingehen werde.